Beikost und wie es zur Zeit eher nicht läuft

Beikost und wie es zur Zeit eher nicht läuft

Januar 17, 2018 Aus Von Claudia

Ihr seht es schon am Titel, mit der Beikost läuft’s grad nicht so wie es vielleicht sollte. Im Idealfall. Aber was ist schon ideal?!

Ideal, oder auch synonym gern verwendet: perfekt, läuft es doch im seltensten Fall mit irgendwas. Und wenn ich was mit der Geburt unseres Minis gelernt hab, dann ist’s genau das, dass es meist anders kommt, als erwartet. Was ja nicht immer schlecht ist.

Wie uns grad das Leben dazwischen kommt

In unserem Fall kommt uns zur Zeit eine bevorstehende OP bei unserem Mini dazwischen.

Wir wussten, dass es vielleicht eventuell mal soweit sein würde, aber ich hatte mich schon an die Hoffnung geklammert, dass es nicht notwendig sein würde. Also geht’s nächsten Montag los, der Mini bekommt einen Shunt verpasst. Hä, einen was? Ein Shunt? Was ist das denn werden sich bestimmt einige fragen. Kurz gesagt ist das ein Ventil mit einem Schlauch dran, der überflüssiges Hirnwasser vom Kopf in den Bauchraum abfließen lässt. Genauer kann euch das Wikipedia erklären, darauf will ich hier in diesem Beitrag nicht näher eingehen.

Die Sorge ist größer

Allerdings ist diese OP der Grund, warum es mit der Beikost hakt. Mir flattern grad andere Sorgen durch den Kopf als die Beikosteinführung. Der Kopf ist einfach mit der anstehenden OP beschäftigt, wie übersteht er es, geht’s ihm danach besser, wie steckt er es weg? Als Mama würde ich ihm das gern abnehmen. Die Sorge um’s Kind ist einfach riesig.

Aber zurück zum Thema. Zwischendurch biete ich ihm nach wie vor Apfelschnitze an oder auch Gurkenschnitze. Die probiert er mal mehr, mal weniger enthusiastisch. Am Wochenende war Gurke sehr gefragt, da sollten am besten auch gleich mehrere Sticks in den Mund wandern. Stattdessen war es eher das Matschige aus der Mitte, was überall, nur nicht im Mund landete. Beim Apfel sollten es auch gleich mehrere Schnitze sein, welche alle nach kurzem Anlecken desinteressiert fallengelassen wurden. Und so eine neongelbe Dose ist auch viiieeel interessanter 😉

Völlig okay, es soll alles in seinem Tempo ablaufen. Hinzu kommt wahrscheinlich auch, dass er spürt, dass ich nicht ganz bei der Sache bin. Ist ja auch die Frage, wie das in der Klinik funktionieren soll, schließlich wird der Aufenthalt auf fünf bis zehn Tage angesetzt. Die machen keine Schnitze oder so extra für uns. Wir setzen dann eben erstmal aus.

Ich hab meine Hebamme auch nochmal angefragt, damit sie mir nochmal ein paar Tipps geben kann, wie wir es am Besten strukturieren. Wir bleiben dran, vielleicht sollten wir uns auch trauen, andere Sachen als Apfel-, Gurken- und Kartoffelschnitze anzubieten. Es eilt ja nicht, er wird nach wie vor voll gestillt und bekommt dadurch alles, was er braucht.

Beim letzten Mal hatte ich euch ja von den gekochten Möhrensticks erzählt, da hatten wir dann zwei Tage später in der Windel noch was von. Nämlich genau das Stückchen, was er geschluckt hatte, kam genauso wieder in die Windel. Der Kinderarzt bei der U5 meinte, dass das völlig normal sei und nichts mit der Darmreife zu tun habe. Naja, wir werden es beim nächsten Mal ja wieder sehen.

Huch, das ist ja nass!

Faszinierend finde ich, wie er es sich bei uns abguckt, aus einer Tasse oder einem Glas zu trinken. Das beobachtet er ständig bei uns und streckt dann seine Händchen nach der Tasse oder dem Glas aus. Ich hab ihm letztens so eine kleine Tupperdose gegeben, die scheint aber nicht ansatzweise so toll zu sein, wie eine richtige Tasse.

Letzte Woche, als wir zum MRT mit ihm in der Klinik waren, hab ich ihm meine leere Tasse gegeben und die hat er mit beiden Händchen gefasst, zum Mund geführt und so gekippt, dass ihm der letzte Tropfen Wasser, der noch drin war, in den Mund gekullert ist. Das war aber wohl nicht das, was er erwartet hat, denn da hat er erstmal ordentlich das Gesicht verzogen. Da sah echt niedlich aus und ich schau ihm so gerne dabei zu, wie er das ausprobiert. Und jede Mama und jeder Papa kann es nachempfinden, dass ich stolz wie Bolle war, als ich das bei ihm beobachtet hab!

Und so gut, wie er seine bisherigen Herausforderungen in seinem jungen Leben gemeistert hat, wird er auch die OP und alles was danach kommt schaffen. Ob mit oder ohne Beikost, die kann auch warten, bis wir wieder aus der Klinik heim sind. In diesem Sinne wünsche ich euch erstmal eine gute Restwoche.

Eure Claudia