Nun hat’s uns auch erwischt -unsere Tipps gegen eine lästige Erkältung

Nun hat’s uns auch erwischt -unsere Tipps gegen eine lästige Erkältung

Februar 25, 2018 Aus Von Claudia

Und ich dachte noch, dass wir so durch die Erkältungszeit kommen. Aber nee, irgendwoher haben wir uns Herrn Schnupfen, Frau Halsweh und Herrn Kopfschmerzen doch aufgeladen. Und was dagegen tun? Hier kommen unsere Tipps für eine gute Besserung.

Was immer hilft, ist viel Tee mit viel Honig und Halsbonbons, eine selbstgemachte Hühnersuppe und gaaanz viel Ausruhen und kuscheln. Und sollte Frau Halsweh noch ihre kleine Schwester Husten einladen, dann hilft Zwiebelsaft. Ja genau, dieser stinkende und nicht schmeckende Saft, der sich aus der Mischung von klein geschnittenen Zwiebeln mit Zucker oder Honig ergibt. Viele mögen den nicht, ich schon. Das weckt Kindheitserinnerungen und hilft erstaunlich gut. Mein Mann findet das dann eher eklig und mich wohl wunderlich.

Aufgrund der Schwangerschaft und der Stillzeit musste ich mich bei einer Erkältung zwangsweise auf die Suche nach Hausmittelchen machen. Alle möglichen, von mir sonst gern genutzten Mittelchen sind einfach nicht für Schwangere und Stillende empfohlen. Und vom Herbst zum Frühjahr erwische ich mindestens zwei Erkältungen! Also hab ich meine Oma und meine Mama mal gefragt, was ihnen so geholfen hat bei Schnupfnase, Husten und Co.

Der Zwiebelsaft steht ganz oben auf der Liste und hilft bei Husten ziemlich gut. Hier unsere Zubereitungsweise:

Für ein Schälchen nehme ich:

  • zwei große weiße Zwiebeln
  • Zucker nach Bedarf

Und so mach ich’s:

Die beiden Zwiebeln klein schneiden und abwechselnd mit Zucker (Honig geht auch hab ich mir sagen lassen) in eine Schüssel oder ein Schälchen schichten. Dann umrühren und ruhen lassen. Ich rühre zwischendrin gern mal um und schau, was sich tut. Gut ist, wenn sich langsam eine Flüssigkeit bildet. Ab und an wandert noch etwas Zucker nach. Jetzt müsst ihr ein paar Stunden warten und macht am Besten einen Deckel auf eure Schale, sonst riecht’s überall nach Zwiebel. Manche Plastikschüsseln nehmen auch gern Essensgeruch an, deshalb eignet sich eine Porzellanschale mit einem Teller drauf ganz gut. Wenn alles durchgezogen ist, das geht auch gut über Nacht, könnt ihr alles durch ein Sieb abgießen und im Kühlschrank aufbewahren. Bei uns gibt’s dann alle 2-3 Stunden 1-2 Teelöffel von dem Saft. Meist hält sich der Zwiebelsaft dann 1-2, vielleicht auch 3 Tage im Kühlschrank.

Für das allgemeine Wohlbefinden muss es bei einer Erkältung bei uns immer eine Hühnersuppe sein. Die gab’s von Oma schon 🙂 Damit fühlen wir uns gleich fitter und der Hühnersuppe wird ja tatsächlich eine heilende Wirkung nachgesagt. Hier also unser Rezept für die hilfreiche Suppe:

  • Suppenhuhn oder Hühnerschenkel
  • Suppengrün
  • 2-3 Möhren
  • evtl. Erbsen (tiefgefroren)
  • Suppennudeln
  • 2 große (Gemüse)Zwiebeln
  • Salz, Pfeffer(körner), Chili, Piment, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter und Liebstöckel

Erst mal putze und schnippel ich das Suppengrün in 1-2cm große Stückchen. Bei den Zwiebeln mach ich die lockere braune Schale ab und achtel sie. Alles zusammen kommt dann in einen großen Topf, da wir keinen so großen haben, kommt alles in unseren Bräter. Geht genauso 😉 Dann wasch ich das Suppenhuhn bzw. die Hühnerschenkel unter kaltem Wasser ab und packe alles auf das Gemüse. Dann gieße ich kaltes Wasser auf, bis alles bedeckt ist. Jetzt kommen noch die Gewürze dazu, das mach ich meist nach Gefühl. Anfangs lieber weniger Salz, nachsalzen geht immer, rausnehmen weniger. Pfeffer mag ich nicht so, da kommt sowieso weniger zum Einsatz. Wenn ihr es scharf mögt könnt ihr mit der Chili großzügig sein.

Bei uns kommt getrocknete Chili rein, gern eher mehr. Vom Piment und Wacholder kommen meist 8-10 Beeren rein, und vom Lorbeer 4-5 Blätter. Liebstöckel ist Geschmackssache, es wird ja auch Maggikraut genannt. Ich hab von meinem Papa aus’m Garten immer was eingefroren und davon kommt eine halbe Handvoll mit rein. Und nun lasse ich alles um die 1,5-2 Stunden kochen. Dann kommt das Huhn raus und der Rest wird in ein Sieb gegeben, damit ich die wohltuende Brühe bekomme. Alles andere ist verkocht und hat seine guten Inhaltsstoffe an die Brühe abgegeben und die wollen wir ja haben. Das Fleisch vom Huhn mache ich ab und gebe alles in die Brühe. Jetzt schäle ich mir noch die 2-3 Möhren und schneide sie klein. Die kommen mit den Tiefkühlerbsen in die Brühe und ich koche alles nochmal auf. Die Suppennudeln gebe ich dann noch dazu, so dass alles gleichzeitig gar ist. Fertig ist die leckere Hühnersuppe! Lasst sie euch schmecken 🙂

Gegen die nervige, laufende Nase, die ja meist auch noch verstopft ist, hilft frische Luft und bei uns die Bepanthen Nasensalbe. Damit die Haut an der Nase nicht noch mehr aufreißt. Das ist ja doch sehr schmerzhaft (und schön ist es auch nicht).

Neben Tee, z.B. Thymiantee, hilft auch eine selbst gemachte heiße Zitrone, gerne auch mit frischem Ingwer gemischt. Dafür einfach Wasser kochen, eine Zitrone auspressen, ein wenig Ingwer schälen und schneiden, den Zitronensaft mit dem Ingwer (lässt sich gut in ein Teesieb geben und dann besser wieder rausnehmen) in eine Tasse geben und mit heißem Wasser auffüllen. Je mehr Ingwer ihr nehmt und je länger ihr ihn drin lasst, umso schärfer wird es! Und davon ein paar Tassen über den Tag verteilt trinken.

Viel Schlaf und Ausruhen soll ja auch helfen, als Mama ist das nicht immer einfach. Holt euch also, wenn möglich, Hilfe – der Papa, die eigene Mama, die Schwiegermama oder eine Freundin, die mit den Kindern gut kann und die euch die Kids auch mal für ein Schläfchen abnimmt. Lasst euch die Suppe kochen oder auch einfach Honig, Tee und Halsbonbons mitbringen. Falls das alles nicht möglich ist, haltet durch und tut euch zumindest mit Tee und Suppe was Gutes.

Damit kommen wir immer recht gut durch die Erkältungszeit und können uns wieder gut erholen. Was hilft euch? Habt ihr noch Tipps und hilfreiche Hausmittelchen?

Ich wünsche euch allen – gesund oder erkältet – ein schönes Restwochenende!

Eure Claudia